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Sauberes Lösen – so können Sie es trainieren

Der Bogenschütze sollte hierzu ein sehr leichtes Theraband in die Hand nehmen. Die Finger einhaken und am Anfang das Band nur ca. 20 Zentimeter ausziehen. Im Anschluss entspannt der Bogenschütze mehr und mehr seine Finger der Zughand, bis das Theraband seine Finger beiseite drückt und nach vorne schnellt.

Trainieren des Lösens mit einem Theraband

Dieser Vorgang sollte zwischen 25 und 30 Mal konzentriert wiederholt werden. Es ist von entscheidender Bedeutung, dass der Bogenschütze es zunächst sieht und dann fühlt, wie das Entspannen der Zugfinger dazu führt, dass das Band (danach die Sehne) die Finger beiseite drückt. Auf ein bewusstes Öffnen der Finger sollte der Bogenschütze immer verzichten, da dieses dazu führt, dass die Konzentration auf die Rückenspannung verloren geht.

Weitere Übungen mit Wiederholungen zwischen 20 bis 30 Mal mit dem Theraband sollten dann regelmäßig weitergeführt werden, wobei das Ausziehen des Bandes bis hin zur Ankerposition erfolgen sollte. Um den Erfolg des richtigen und sauberen Lösens des Bogenschützen einordnen zu können, empfiehlt sich hier der Einsatz einer Kamera, ein geübtes Auge eines Trainers oder Mitschützen.

Ein spezielles dickes Trainings-Gummiband eignet sich ebenfalls

Versucht der Bogenschütze seine Finger der Zughand bewusst zu öffnen, hat er seine Konzentration auf die Rückenspannung verloren und dieses führt zu einer Anspannung in der Unterarmmuskulatur, die das Öffnen der Finger kontrolliert. Dort befindet sich auch ein separater Muskel, der den kleinen Finger kontrolliert.

Dieser kleine Finger muss während eines jeden Schusses immer wieder in die gleiche Position gebracht werden um zu verhindern, dass eine Veränderung der Position oder der Spannung des kleinen Fingers zu einer nachhaltigen und negativen Veränderung in der Spannung und Position der Zughand führt. Der kleine Finger sollte lediglich angewinkelt sein.

Probieren Sie es ruhig einmal aus: Strecken Sie ihre Finger soweit aus, dass eine nahezu gerade Handfläche entsteht. Nun bewegen sie den kleinen Finger und beobachten Sie deren Auswirkung auf ihre Muskulatur in der Handfläche und der Unterarmmuskulatur.

Text: © Bert Mehlhaff
Fotos:© Martina Berg

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