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Das Schöne beim Bogenschießen ist, dass es den ganzen Körper gleichmäßig entwickelt und die Kräfte gleichmäßig in Anspruch nimmt. Da ist der linke Arm, der den Bogen hinaushält, straff, stark, und ohne Wanken; da ist der rechte, der mit dem Pfeil die Sehne zieht und nicht weniger kräftig sein muss. Zugleich beide Füße und Schenkel stracks zum Boden gestreckt, dem Oberkörper als feste Basis. Das zielende Auge, die Muskeln des Halses und Nacken, alles in hoher Spannung und Tätigkeit. Und nun das Gefühl und die Freude, wenn der Pfeil hinaus zischt und im erwünschten Ziele steckt. Ich kenne keine körperliche Übung, die nur irgend damit zu vergleichen.

Johann Peter Eckermann (1792–1854)
deutscher Dichter und enger Vertrauter Goethes

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Mögen die Götter uns die Freiheit schenken
allzeit einen kraftvollen Bogen zu tragen
und durch die lichten Wälder zu wandern
um nach dem springenden Hirsch Ausschau zu halten;
im tiefen Gras zu liegen;
den Flug der Vögel zu beobachten;
das duftende, brennende Laub zu riechen;
einen Blick hinauf zu der unbeachteten
Schönheit des Mondes zu werfen.
Mögen sie uns die Kraft geben,
die Sehne bis zum Anker zu spannen,
den Pfeil bis zur Spitze auszuziehen und den Schuss zu lösen,
solange noch Leben in uns ist.

Dr. Saxton Pope (1875-1926)

Dr. Saxton Temple Pope war US-amerikanischer Arzt, Lehrer, Autor und ein bekannter Bogenschütze und Bogenjäger.

Saxton Pope mit einem von ihm mit Pfeil und Bogen erlegtem Grizzly

Er erlernte die Kunst des Bogenbaus und der Jagd mit dem Bogen von Ishi, dem letzten bekannte Yahi-Indianer. Saxton Pope und sein Freund Art Young, mit dem er zahlreiche Jagdreisen zur Trophäenjagd unternahm, gelten als Pioniere der modernen Bogenjagd in Amerika.

Auf der Internetseite "Archery Hall of Fame" gibt es einen ausführlichen Artikel über Dr. Saxton Pope und seine Verdienste für das Bogenschießen in den USA.

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Wenn ein Bogenschütze schießt,
ohne dass es um einen Gewinn geht,
ist er im Vollbesitz seiner Fähigkeiten.
Wenn er schießt, um eine bronzene Schnalle zu gewinnen,
ist er bereits nervös ...
Der Preis spaltet ihn.
Es liegt ihm etwas daran.
Er denkt mehr ans Gewinnen
als ans Schießen -
und das Bedürfnis zu siegen
raubt ihm seine Kraft.

Dschuang Dsi (350 - etwa 275 v. Chr.)

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