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Das Lernen hat sich doch gelohnt, es ist endlich amtlich: ich bin jetzt Lizenztrainerin des DFBV (Deutscher Feldbogen Sportverband e.V.).

Die Ausbildung war intensiv und sehr praxisnah. Ich habe sehr viele Anregungen für meine praktische Trainerarbeit erhalten und danke unseren Ausbildern Ulrike und Martin Koini recht herzlich.

Danke auch an meine "Mitstudierenden" - wir waren eine tolle Gruppe, die nicht nur gut zusammen gearbeitet hat. Wir hatten auch sehr viel Spaß. Hoffentlich sehe ich viele von Euch im August wieder, wenn wir die nächste Stufe in Angriff nehmen.

Was ist der Sehnenschatten und wie setze ich ihn ein?

Hat der Recurve-Bogenschütze seinen Ankerpunkt (Zeigefinger schließt bündig mit dem Kieferknochen ab) gefunden, befindet sich nun die Sehne Mitte Kinn und direkt vor seinem Zielauge.

Da der Abstand zwischen Sehne und Auge relativ gering ist, erscheint die Sehne dem Schützen als „verschwommen“. Dieser Zustand wird mit dem Begriff „Sehnenschatten“ umschrieben. Es handelt sich hierbei nicht um einen durch eine Lichtquelle hervorgerufenen Schattenwurf der Sehne.

Merke: Die Sehne ist der Sehnenschatten!

Der Rechtshandschütze schaut nun mit seinem rechten Auge entweder direkt durch die Sehne hindurch oder alternativ links oder rechts an der Sehne vorbei.

Sehnenschatten = Sehne (hier in neongelb) - Foto: © Martina Berg

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Viele Bogenschützen tun sich mit der korrekten Ausführung der Nachhalteposition recht schwer. Hierzu zunächst die wichtigsten Elemente in Kurzform zusammengefasst:

  • die Bewegungsrichtungen bleiben erhalten:
    Die Zughand folgt dem Zugarmellbogen und
    Die Bogenhand bewegt sich in Zielrichtung und das Bogenhandgelenk klappt nach unten ab
  • Nachzielen
  • Nachhalten und die Restspannung wird aufrechterhalten

Um hier entscheidende Fehler zu vermeiden ist es zunächst sinnvoll sich anzuschauen, was die Bogenhand eigentlich machen soll. Wie schon oben in der Kurzform beschrieben, soll die Bogenhand sich weiter in Richtung Ziel bewegen (Bewegungsrichtlinie) und nach dem Lösen des Bogengriffes nach unten abklappten.

Soweit und so gut in der Theorie. Nur ist dieses von den Bogenschützen in der Praxis nur schwer umzusetzen. Die Ursache liegt oft darin, dass er die Kontraktion im Rücken nicht aufbauen und halten kann. Daraus ergibt sich, dass der Druck nach vorne (der Bogen wird in Richtung Ziel gedrückt) und der Zug nach hinten (Kontraktion im Rücken) nicht richtig aufgebaut wird und letztendlich auch die Nachhalteposition nicht korrekt durchgeführt wird. Erschwerend kommt hinzu, dass die Bogenhand den Bogen „festhält“ oder der Schütze trotz geschlossener Bogenschlinge „zu schnappen“ beginnt.

Hierzu zunächst ein Foto bei dem der Bogen die Hand korrekt verlässt. Man kann deutlich erkennen, wie sich die Bogenschlinge strafft, der Bogen sich in Richtung Ziel bewegt und das sich der Druckpunkt des Daumenballens vom Griffstück gelöst hat.

Die Finger befinden sich auch weiterhin in einer entspannten Position und halten den Bogen nicht fest.

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