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Bogensport-Lexikon: von „On the shelf“ bis Pfeilrichtzange

Wir veröffentlichen auf diesem Blog in loser Folge Teile unseres Bogensport-Lexikons, das Sie als E-Book direkt hier über Amazon kaufen können.

Bogenschießen ist eine der technisch anspruchsvollsten aber auch faszinierendsten Sportarten. Gerade für Anfänger sprechen Bogenschützen oft eine eigene, verwirrende Sprache: Spinewert, Auszugslänge, Zuggewicht, Berger-Test, Einnocken … was ist das nur alles?

Diese und zahlreiche weitere Begriffe aus der Welt des Bogensports erklärt kurz und knapp aber verständlich und illustriert unser Bogensport-LexikonIn neuem Fenster öffnen. Es ist nicht nur Bogensport-Einsteiger gedacht. Auch gestandene „Bogner“ werden hier noch manche für sie neue Information finden.

bogensportlexikon

On the shelf: Schießen vom Shelf, also der Unterkante des Schussfensters. Oft auch als "Schießen übers Shelf" bezeichnet.

Offener Stand: Position der Füße auf der Schießlinie. Fußspitzen und Fersen stehen im Winkel von X-Grad zur Schießlinie. Gewichtsverteilung ca. 60% auf den Fußballen und ca. 40% auf den Fersen.

Offener Stand - Foto: © Martina Berg

O-Ring: Wird auf die Gewindestande aufgesetzt und sorgt für sicheren Halt des Stabilisators.

Overdraw: Besondere Form der Pfeilauflage, die den Bogen in Richtung Sehne faktisch verkürzt. Das wiederum hat zur Folge, dass der Bogenschütze sich einen leichteren Pfeil auswählen kann, der schneller ist und zu einer flacheren Flugbahn führt. Wird nur bei Compoundbögen benutzt. Die Länge des Overdraw ist durch die Regeln der WA begrenzt.

Papiertest: Durch einen kurz vor dem Schützen aufgespannten Bogen aus dünnem Papier wird ein Pfeil aus einer Entfernung von 1 bis 5 Meter geschossen. Aus dem Erscheinungsbild der Löcher kann man erkennen, ob der Pfeile "sauber" (hier: gerade) aus dem Bogen kommen, bzw. nach wo er abweicht. Zur Kontrolle sollten mehrere Pfeile geschossen werden. Auch unterschiedliche Entfernungen sind vorteilhaft.

Parabol: Federform die am Ende rund gewölbt ist.

Parcours: Eine längere Strecke im Gelände, auf dem mehrere Tierscheiben/3D-Ziele aufgestellt sind.

Peep-Sight: Auch Sehnenvisier genannt.Ein kleines Kunststoff- oder Metallstück mit einem kleinen Loch, das zwischen den einzelnen Strängen der Sehne in Höhe des Auges eingesetzt wird. Findet nur im Compoundbogenbereich seine Anwendung.

Peep Sight (Sehnenvisier) - Foto: © Martina Berg

Perry-Effekt: Eine leistungssteigernde Bauart für in Schichten verleimte Bögen. Bei diesen Bögen treten im Bereich der Klebefuge sogenannte Scherkräfte auf. Unverleimte Schichten würden sich bei der Krümmung zueinander verschieben. Da der Verleimung dies verhindert, baut sich in dem Material eine unerwünschte Spannung auf. Werden die Laminate beim Verleimen nun Reflex gekrümmt, bauen sich im Material beiderseitig der Klebefuge bereits im entspannten Zustand diese Verspannungen auf, da der Bogen sich schon im ungespannten Zustand in die gerade Form "zurückdrängt".

Pfeil: Ein stechendes, betäubendes oder schneidendes Projektil, welches von einem Bogen abgeschossen wird. Jeder Pfeil kann aus folgenden Teilen bestehen: Pfeilspitze, Vorschaft, Schaft, Befiederung, Nock, Busching sowie Umwicklungen.

Pfeilanlage: Entsprechend der Pfeilauflage die seitliche Fläche, wo der Pfeil den Bogen berührt; siehe auch Button.

Pfeilauflage: Hilfsmittel zum Auflegen des Pfeils, das im Schussfenster oder, bei Bogen ohne Schussfenster, seitlich am Griffbereich montiert wird.

Verschiedene Pfeilauflagen - Foto: © Martina Berg

Pfeilparadoxon und Schwingungsverhalten: Bedingt durch seine Massenträgheit, der Länge, der Massenverteilung, der Steifigkeit und der auftretenden Beschleunigung erfährt der Pfeil beim Lösevorgang eine dynamische Durchbiegung. Diese setzt sich als gedämpfte Biegeschwingung des fliegenden Pfeils um seine Knotenpunkte fort = Pfeilparadoxon. Der vordere Knotenpunk liegt dabei wegen der höheren Masse der Spitze näher an der Pfeilspitze als der hintere Knotenpunk am Nockende. Die Nocke hat ein wesentlich geringeres Gewicht im Vergleich zur eingesetzten Spitze.

Pfeilrichtgerät: Zum Richten von verbogenen Pfeilen. Der Pfeil wird auf die beiden Auflagen mit Kugellagern gelegt und der Stift der Messuhr auf den Pfeil positioniert.

Pfeilrichtgerät - Foto: © Martina Berg

Pfeilrichtzange: Zange zum Biegen und Richten von Aluminiumpfeilen. Die Verbiegungen sollten nicht allzu stark sein. Durch eine Verstellschraube kann die jeweilige Presswirkung verändert werden.

Wird fortgesetzt!

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