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Bogensport-Lexikon: von Kabelgleiter bis Kriechen

Wir veröffentlichen in loser Folge Teile unseres Bogensport-Lexikons, das Sie als E-Book direkt hier über Amazon kaufen können.

Bogenschießen ist eine der technisch anspruchsvollsten aber auch faszinierendsten Sportarten. Gerade für Anfänger sprechen Bogenschützen oft eine eigene, verwirrende Sprache: Spinewert, Auszugslänge, Zuggewicht, Berger-Test, Einnocken … was ist das nur alles?

Diese und zahlreiche weitere Begriffe aus der Welt des Bogensports erklärt kurz und knapp aber verständlich und illustriert unser Bogensport-Lexikon. Es ist nicht nur Bogensport-Einsteiger gedacht. Auch gestandene „Bogner“ werden hier noch manche für sie neue Information finden.

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Kabelgleiter: Der Kabelgleiter schützt die Kabel des Compoundbogens vor Abrieb und zu starkem Kontakt zueinander.

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Kabelgleiter an einem Compoundbogen - Foto: © Martina Berg

Kabelabweiser: Zubehörteil für Compoundbögen, das die Berührung der Befiederung mit den Kabeln verhindert. Durch die gleichzeitige Verwendung eines sogenannten Gleitschuhs wird die Reibung der Kabel aneinander verhindert.

Kill / Killzone: Der Bereich, in dem ein Tier waidgerecht tödlich getroffen wird. Bei 3D-Zielscheiben und Tierbildauflagen ist die Killzone in der Regel gekennzeichnet.

Kisser / Mundmarke: Der Kisser ist eine Mundmarke die auf der Sehne angebracht wird. Er vermittelt dem Schützen den richtigen Ankerpunkt im Gesicht bzw. am Mund.

Klammer: Teil eines Befiederungsgerätes zur Befiederung von Pfeilen mit Federn/Fahnen.

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Klammer eines Befiederungsgerätes - Foto: © Martina Berg

Klemmnocke: Pfeilnocke, in die die Sehne einrastet.

Klicker: Kleine Metallzunge, die am Schussfenster vor und oberhalb der Pfeilauflage montiert wird. Der Schütze schiebt seinen Pfeil beim Ziehen zwischen den Klicker um das Mittelstück des Bogens. Zieht der Schütze weit genug aus, schnellt der Klicker zurück, schlägt gegen das Mittelstück und es „klickt“. Mit dieser Maßnahme kann der Schütze seine Auszugslänge, die immer die Geiche sein sollte, optimal kontrollieren.

Köcher: Pfeiltasche, wird zumeist an einem Gürtel um die Hüfte getragen. Es gibt aber auch Rückenköcher, die meist von traditionellen Bogenschützen benutzt werden. Bogenköcher werden direkt am Bogen montiert.

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Seitenköcher - Foto: © Martina Berg

Kompositbogen: Ein aus mehreren Materialien zusammengesetzter Bogen. Der Kompositbogen steht im Gegensatz zum Vollholzbogen.

Konterstabilisatoren / Seitenstabilisatoren: Sie sind Gegenspieler des Monostabilisators. Stabilisatorensystem werden am Mittelteil des Bogens montiert, um:

  • das Kippverhalten des Bogens zu beeinflussen und abzustimmen
  • durch eine höhere Masse den Bogen ruhig im Ziel/Zielpunkt/Zielfenster halten zu können
  • Vibrationen zu dämpfen und zu reduzieren
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Stabilisatoren an einem Compoundbogen - Foto: © Martina Berg

Konus: Ein sich zu einem Ende ("konisch") verjüngender Zapfen. Für Pfeile beträgt der Standard-Konus: 11° für Kunststoffnocken, 5° für Klebespitzen.

Kreuzdominanz: Rechtshand- und/oder Linkshandschütze und führendes Auge liegen auf verschiedenen Körperseiten, also Rechtshänder mit links dominantem Auge und/oder umgekehrt. Menschen mit Kreuzdominanz müssen sich entscheiden, ob sie mit der Bogenhaltung dem Auge oder der Hand folgen.

Kriechen: Ein Fehler kurz vor dem Lösen. Es ist eine schleichende Verringerung der Auszugslänge aufgrund mangelnder Konzentration/Kondition oder eines zu starken Bogens.

Fortsetzung folgt!

Text + Fotos: © 2015 Martina Berg + Bert Mehlhaff

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